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VALLEY WALLS

Refuge in Seclusion / Ein Refugium in der Abgeschiedenheit

von Zuzana Töröková und Simon Platter

Valley Walls, zu Deutsch Tal Wände, bezieht sich auf die verinnerlichende Wirkung der Berglandschaft, die Abgeschlossenheit in einem Tal zwischen Felswänden oder auch hinter gebauten Mauern.
Das Projekt gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil beinhaltet den Entwurf des Refugiums, eine Herberge, die sich an einen derartig abgeschiedenen Ort in den Alpen befindet, dem Talschluss von Trafoi. Es ist ein Zufluchtsort, wo es nicht um die Flucht vor der Realität oder dem Alltag geht, sondern um die Findung oder Festigung des Selbst.
Der Entwurf basiert auf den darauf folgenden zwei Teilen. Einer davon ist die Annäherung an den Ort, die Auseinandersetzung mit dem Kontext. Der andere Teil befasst sich mit der Klosterarchitektur und deren Typologie. Diese einzelnen Abschnitte lassen sich auch getrennt von einander betrachten.

Das Grundstück, worauf das Projekt aufbaut, befindet sich nahe eines Wallfahrtsortes am Ende des Hochtales Trafoi. Es ist ein mitten in der mächtigen Berglandschaft gelegener Ort der Ruhe. Die Intention ist es, in dieser vorgefundenen Landschaft ein Projekt zu denken, das jenseits vom Konsum orientierten Alpentourismus liegt.
Ausgehend von der Klosterarchitektur zielt das Projekt darauf ab, einen Ort des individuellen Rückzugs zu schaffen sowie Begegnung zu ermöglichen. Der Schwerpunkt des Entwurfes liegt daher in der Ausformulierung des einfachen Einzelzimmers und des Gemeinschaftsraumes sowie deren Relation zu einander.
Das Ziel war von Beginn an das konkrete Ausarbeiten eines architektonischen Projektes anhand von Plänen, Modellen und der Auseinandersetzung mit Materialität und Konstruktion.

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